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"Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus!" 2. Thessalonicher 3,5

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine für den Monat November passt in den dunklen, trüben Monat. Es ist jetzt eine Zeit des Wartens. Wir als Gemeinde warten auf unseren neuen Pastor Markus Frank, einzelne warten auf die stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit, wieder andere darauf, dass doch bald die Tage wieder heller werden. Ende November ist der erste von vier Adventssonntagen.Der Advent ist die Zeit des Wartens auf die Ankunft unseres Herrn und Erlösers in dieser Welt. Zur Verdeutlichung des Themas „Warten“ zwei kleine Beispiele:

1. Eine Straße wird aufgerissen. Wochenlang erleben die Anwohner Lärm, Schmutz, Ärger. Fenster könne nicht geputzt werden; alle warten sehnlichst darauf, dass die Baukolonne wieder abzieht. Manche fragen die Bauarbeiter: „Wann machen Sie denn hier endlich Schluss?“ Aber alle Aufregung nutzt nichts! Dadurch wird die Arbeit nicht beschleunigt! Man muss halt geduldig warten.

2.. Da hat einer schon als Kind gelernt, Geige zu spielen! Nach dem Besuch einer guten Musikschule reifte in ihm der Entschluss, auf diesem Instrument einer der Besten zu werden. Aber trotz aller Mühe lässt der Durchbruch als Solist auf sich warten. Seine Freunde merken ihm die Enttäuschung an. Und sie machen ihm neuen Mut! Der Erfolg würde mit Sicherheit kommen, sagen sie ihm. Er habe nur geduldig zu warten!“ Bis dahin heißt es eben: Weiterüben, weiterüben, weiterüben!

In beiden Beispielen wird Geduld verlangt, aber das jeweils erforderliche Verhalten ist doch nicht dasselbe. Im ersten Fall ist Geduld ein „Warten müssen“ in dem Wissen, dass man sowieso nichts ändern kann. Im zweiten Fall dagegen geht es um ein geduldiges Warten, indem der Geiger noch intensiver übt und sich für seinen Erfolg noch stärker einsetzt!
Die erste Geduld setzt Hilflosigkeit, die zweite aktives Engagement voraus. Was ist nun das Warten in der Adventszeit? Die erste oder die zweite Variante von Warten?

Warten also aus Hilflosigkeit? Für diese Art von Geduld suchen wir uns gern Gründe, denn das ist eine recht bequeme Warterei. Die Welt liegt im Argen, sagen die Christen. Ihre Ungerechtigkeit können wir sowieso nicht beseitigen! Also warten wir mit Geduld, bis der Herr Jesus wiederkommt. Natürlich haben wir durch die Verkündigung die gute Saat ausgestreut, und wir werden das weiter tun, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Doch die Hauptsache ist: wir freuen uns auf die Frucht, die der Herr bei seiner zweiten Ankunft mit sich bringen wird. Wir haben ja keinen Einfluss auf sein Kommen. Wir können halt nichts tun. Schon genug, wenn wir nicht mutlos oder ungeduldig werden. Ist aber dieses fast tatenlose Warten wirklich das, was uns Christen ausmacht? Es spricht einiges dagegen. Denn wenn wir uns das griechische Wort anschauen, was hier für den Begriff Geduld gebraucht wird – dann hat dieses „„makroqumia“ wenig mit passivem Herumstehen im Wartesaal des Lebens zu tun. Makroqumia – das heißt Langmut – oder eben auch: Der lange Atem.

Das Warten braucht Geduld oder eben "den langen Atem". Auf Christus und sein Wiederkommen warten wir Christen jetzt über 2000 Jahre. Wir warten alle auf irgendetwas. Wir wissen alle, was es heisst, sich in Geduld üben zu müssen. Hier kommt unsere Monatslosung aus dem 2. Thessalonicher ins Spiel. Der Herr aber richte eure Herzen aus...

...auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus! Das ist genial! Wir sind nicht tatenlos, wie das Warten auf das Ende von Bauarbeiten und wir müssen es auch nicht erarbeiten, wie der Geiger üben, üben und üben muss. Gott selber richtet unsere Herzen aus! Wir dürfen dafür beten und es uns schenken lassen!

Ihr/euer Werner Happe

 

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Seniorentag in der Evangeliums Kirche Düsseldorf

NRWST2021 37 LR Hier kann der Bericht zum Seniorentag runtergeladen werden: {jd_file file==375} und hier sind die Konzept Folien runterladbar: {jd_file file==376} {jd_file file==377}.

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